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Montag, 23. Juli 2012

Noch Alesund, Norwegen, 21. bis 23. Juli 2012

Wir werden sogar im Hafen beinahe weggefegt. Anscheinend hat der Sturm kein Erbarmen, auch nicht mit uns.
Die Passage um das Westkap wird wohl "lustig" werden. Nachdem nun seit mehreren Tagen eine Umrundung unmöglich ist, 4 m Wellen und Starkwind von Südwest, werden wohl mehrere Boote auf die Überfahrt warten um in den nächsten Tagen gemeinsam loszudüsen, und wir dazwischen.
Unsere norwegischen Freunde "hängen" weiter nördlich, sie sind zwar sehr fleißig aber gegen 6 m Wellen und Sturm aus Südwesten bleiben alle machtlos, Sie werden uns trotzdem überholen, da wir noch den Nordfjord und Briksdal-Gletscher "erobern" wollen, die Frage ist wann???
Carmen und Axel sind schnell nach Süden "geflüchtet", in die Sonne, und sich von Egersund gemeldet, sie haben  noch vor, den Süden von Norwegen zu umrunden und neben Oslo auch Kopenhagen zu besuchen, bevor sie dann, über den Nord-Ostsee-Kanal, nach Hause zu gelangen, wir freuen uns auf das Wiedersehen in Maasholm und  wünschen Ihnen eine gute Fahrt. 
Nun sitzen wir hier im Boot und im Hafen ganz allein, außer Fische, die wir fangen und genussvoll verzehren,  gibt es keine Lichtblicke, bis auf Sonnenstrahlen zwischen Regenschauern.

Langeweile hoch 3


Blicke direkt aus dem Fenster, wie gut, dass wir eine
Kuchenbude haben


Dienstag, 12. Juni 2012

Kirkehamn, Norwegen 11. bis 13 Juni 2012

war überhaupt nicht eingeplant. Wir, also auch Carmen und Axel mit S/Y KIRKE, sind am frühen Nachmittag aufgebrochen um nach Rekefjord, 35 sm entfernt, zu segeln. Wir hatten in Kauf genommen, dass u.U. die Strecke unter Motor zu fahren. 
Es war nämlich ein 3er Wind von NO und Wellengang von ca. 1m auch von NO vorausgesagt. Nach Berechnung hätten wir in 6 Stunden in Rekefjord sein müssen.

Es kam, erstens anders und zweitens, als man denkt. Die Wellen wurden steiler und steiler, z.T. bis 5 m hoch und noch dazu, frischte der Wind auf 6 Bft auf.
Wir schaukelten nicht schlecht, zudem hatten wir übersehen, dass die Vorluke einen kleinen Spalt offen stand und dem Salzwasser freien Zugang ins Schiff bot.
Noch etwas hat uns Sorgen bereitet, Der Stahlbügel der Kuchenbude, die nicht verstaut war, sprang laufend aus seiner Halterung und zwang Mori den festzuhalten, also, bei den Schiffsbewegungen, mussten wir den Bügel abbauen und versuchen in den Backskisten zu verstauen, es gelang nicht ganz.
Nun war die Badeleiter, samt 2 Kugelfendern, aus seiner Halterung gerissen und hing am Heck und polterte was das Zeug hielt, also ran an der Arbeit, vergebens!. Erst mit Hilfe des Kuchenbuden-Bügels, der noch herrenlos auf dem Plichtboden weilte und von unseren Füssen festgehalten werden musste, gelang uns die getürmte Badeleiter wieder zu fangen und fest zu verzurren.

Wäre unsere Selbststeueranlage, die bestens funktionierte, nicht im Einsatz gewesen, hätten wir außer uns festzuhalten, keine Rettungsaktionen durchführen können.

Ein Lob auch für unsere PALLADIUM die sich so tapfer geschlagen hat, dies gilt sicherlich dem Konstrukteur, Rolf Kornmesser und der Werft. Sie haben gute Arbeit geleistet. 

Rekefjord war fast nicht mehr erreichbar, unsere Geschwindigkeit von z.T 1,8 Kn trugen ihren Anteil dazu.
Unser Vorschlag an Carmen und Axel hat gefruchtet und wir sind geschlagen nach Kirkehamn, der doch etwas näher war ausgewichen.
Nach 1,5 Stunden hatten wir bei ISBUA, ein feines Lokal im Kirkehamn, festgemacht.
Später haben wir unser Abendmahl auf PALLADIUM, zusammen mit Carmen und Axel genossen.
Es gab Reis mit Haxen, Carmen und Axel hatten Wein mitgebracht, was für ein Genuss!.


S/Y KIRKE mit Carmen und Axel am Bord














Mori versucht den Bügel der Kuchenbude zu halten














Rekefjord

Kirkehamn













Impressionen aus Kirkehamn







Aufnahme:Axel













Aufnahme:Axel













Gemütliches Beisammensein ...


























und der Abschied
















Donnerstag, 7. Juni 2012

Mandal, Norwegen, 6. bis 7. Juni 2012

Endlich können wir die Überfahrt von Hanstholm/DK, bei Sonnenaufgang, starten. Unterwegs nach Kräften mit Flauten gekämpft, müde und ausgehungert aber bei herrlichem Sonnenschein in Mandal/NO angekommen.
Die Zeit für das Kochen war nicht mehr gegeben, also der Pizzabäcker musste dafür gerade stehen, was für eine Pizza. Er war übrigens letztes Jahr schon so gut.
Morgen werden wir die Trinity wieder beim Tierarzt vorstellen müssen, sie bekommt wieder eine obligatorische Entwurmung, die arme!
Tag darauf erlabten wir uns an den, langersehnten, Reker. Eine Afghanische Lebensmittelverkäuferin hat uns mit kulinarischen Leckereien versorgt, wir müssen ja hier nicht auf unsere Linie achten, wir arbeiten alles ab.
Für morgen, Freitag den 8. Juni, ist Sturm angesagt. Das Schiff ist vertaut und wir machen Pause. Die nächste Etappe ist nämlich etwas schwierig, die Umrundung des Kap Lindesnes, große Kreuzseen warten sehnsüchtig auf uns.


Abfahrt bei Sonnenaufgang















Flaute und Tauschen der Nationalflaggen

Ankunft, die norwegische Küste vor Mandal.